Naturfonds

Naturfonds

Naturfonds lassen sich in den großen Bereich der ökologischen Geldanlagen eingliedern. Es handelt sich dabei um Fonds, die wie andere Fonds funktionieren, allerdings auf einen bestimmten Bereich spezialisiert sind. Ziel ist es, diejenigen Anleger anzusprechen, die ihre Gelder ethisch und ökologisch vertretbar anlegen möchten.

Typische Naturfonds sind etwa Waldfonds oder Wasserfonds. Doch wie gut schneiden diese Naturfonds im direkten Vergleich ab? Bereits 2010 ist die Stiftung Warentest dieser Frage auf die Spur gegangen und zeigte, dass die sauberen Fonds hinsichtlich der Rendite durchaus mit den Konkurrenzprodukten mithalten konnten.

 

Wie gut sind die Naturfonds?

Wie gut aber sind die Naturfonds, wie sehr werden sie dem ökologischen und nachhaltigen Gedanken gerecht? Bei der ethisch vertretbaren und ökologischen Geldanlage erhoffen sich Anleger, Rüstungsindustrie, Kinderarbeit und Waffen eben nicht zu unterstützen. Doch leider werden gerade diese oft wichtigen Gesichtspunkte bei vielen Naturfonds nicht berücksichtigt. So gab es sehr viele Naturfonds, die in Unternehmensaktien und –anleihen investierten, dabei aber klimaschädliche Öl- oder Kohleindustriezweige nicht ausschlossen.

Anleger sind daher gut beraten, wenn sie sich vor der Investition umfassend über die von den Naturfonds unterstützen Projekte informieren. Bei Zweifeln sollte in jedem Fall nach einer Alternative gesucht oder eine weitere Recherche angestrebt werden.

 

Bekannte Naturfonds

Zu den bekannten Naturfonds gehören die Wasserfonds und Waldfonds. Gerade bei den Wasserfonds sind in den vergangenen Jahren oft hohe Renditen erwirtschaftet worden. Teilweise konnten Renditen von bis zu 20 Prozent innerhalb von drei Jahren erzielt werden. Wasserfonds investieren in Wasserunternehmen, in die Erschließung von Wasserressourcen und Wasseraufbereitung bzw. –versorgung. Auch Investitionen in die Entwicklung neuer Technologien in diesen Bereichen sind typische Beispiele für derartige Naturfonds. Bekannte Wasserfonds sind der Pictet-Fonds, der Tareno-Fonds oder der Indexfonds von Lyxor.

Betrachtet man sich die Waldfonds, häufig auch als Holzfonds bezeichnet, gehen die Investitionen komplett in die Wälder. In der Regel investieren Waldfonds in Mittel-, Süd- und Nordamerika, da dort in der Vergangenheit die höchsten Renditen erwirtschaftet wurden. Die meisten Waldfonds investieren in die Plantagenwirtschaft, wo nur eine Baumart angebaut wird.

Sinnvoller, aber seltener am Markt zu finden, sind Naturfonds, die in die Aufforstung tropischer Mischforste investieren oder die nachhaltige Bewirtschaftung ursprünglicher Regenwälder. Bekannte Vertreter dieser Naturfonds sind der KiriFonds III Spanien, der BaumInvest 3, der für ökologische Aufforstung steht, oder der Bamboo Energy 1, bei dem Bioenergie aus Bambus gewonnen werden soll.